Ausgangsstoffe für die Herstellung von Bioethanol
Erneuerbare EnergiequellenPflanzen speichern Energie in Form von Zucker oder Stärke. Bioethanol macht diese Energie als Treibstoff wieder verfügbar. Für die Produktion von Bioethanol wird Zucker (Glucose) benötigt. Dieser kann von Zuckerpflanzen kommen oder aber aus der Stärke von Stärkepflanzen gewonnen werden. Zellulose ist eine weitere mögliche Zuckerquelle, doch steckt hier die industrielle Umsetzung noch in den Kinderschuhen, weshalb diese Rohstoffe als zweite Generation (2G) bezeichnet werden. Die Auswahl des Rohstoffes wird von den lokalen klimatischen Verhältnissen bestimmt. So werden in tropischen Zonen Zuckerrohr und Cassava eingesetzt, in Mittel- und Nordeuropa werden vielfach Weizen und Zuckerrübe verwendet, in Nordamerika ist es Mais. Integrierte ProduktionBioethanolanlagen sind oft in Zucker- oder Stärkefabriken integriert und nutzen die Nebenprodukte dieser Industrien als Rohstoff (in der Form von Melasse, Stärkehydrolysat etc.) Da nur der Zucker beziehungsweise die Stärke für den Prozess benötigt wird, verbleiben die restlichen Inhaltsstoffe des Rohmaterials als Nebenprodukt der Bioethanolerzeugung. Die Proteine, Mineralstoffe, Öle und Fasern im Getreidekorn ergeben ein hochqualitatives Futtermittel (DDGS genannt). Etwa ein Drittel der verarbeiteten Getreidemenge kann so das sonst übliche Soja im Tierfutter ersetzen. Das Nebenprodukt der Bioethanolerzeugung aus Zucker, konzentrierte Schlempe, wird ebenfalls als Tierfutterzusatz oder als Dünger verwertet. Alternativ kann sie zur Energieerzeugung für die Bioethanolanlage verfeuert werden.
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